Ob auf dem Weg zur Arbeit oder beim wöchentlichen Einkauf – das Thema Nachhaltigkeit wird in vielen Bereichen unseres Lebens immer präsenter. Wir diskutieren über CO2-Preise, wünschen uns mehr plastikfreie Artikel im Supermarkt und beklagen die schlechte Luftqualität in Großstädten. Manchmal erscheint uns das Ziel Nachhaltigkeit so groß und bedeutsam, dass wir unterschätzen, wie stark auch unser eigenes Handeln zum Schutz des Planeten beitragen kann.

Ein wichtiger Teil unseres Verhaltens betrifft unsere Kaufentscheidungen. Und diese treffen wir unter anderem für den Ort, an dem wir uns besonders wohlfühlen: unser Zuhause. Für diesen Beitrag haben wir sieben Tipps zusammengestellt, die bei der Auswahl von nachhaltigen Einrichtungsgegenständen für die eigenen vier Wände helfen. Um nicht nur theoretische Ratschläge zu geben, stellen wir im Rahmen einer Kooperation zudem vier Marken vor, die sich besonders für Nachhaltigkeit einsetzen und gleichzeitig stilvolle und praktische Produkte für euer Zuhause anbieten.

  1. Qualität statt Quantität – weniger ist mehr
    „Wer billig kauft, kauft zweimal“. Diesen Satz hat jeder von uns schon einmal gehört und möglicherweise direkt wieder beiseitegedrängt, sobald ihm oder ihr das nächste Schnäppchen beim Einkaufen begegnet ist. Doch die Aussage vermittelt eine zeitlose Botschaft: Die Anschaffung eines hochwertigen und teureren Produkts bringt langfristig gesehen meist einen größeren Nutzen als der Kauf eines günstigen Produkts, das unter Umständen nicht hält, was es verspricht.

    Neben der Qualität der Dinge spielt heutzutage aber auch das Lebensgefühl für viele Menschen eine Rolle, wenn es um den Kauf von Produkten für das eigene Zuhause geht. Minimalismus wird in vielen Fällen nicht mehr als Einschränkung, sondern als Bereicherung gesehen. Die Abkehr vom massenhaften Konsum ermöglicht zudem den Kauf von Artikeln, die neben hoher Qualität auch nachhaltige Eigenschaften bieten und beispielsweise aus hochwertigen, nachwachsenden Ressourcen gefertigt werden (siehe Punkt 5).

  2. Regionalität – Einkaufen beim Nachbarn
    Im Zeitalter der Globalisierung werden viele Produkte im Ausland hergestellt und nicht selten über tausende Kilometer hinweg transportiert. Regional hergestellte Produkte legen kürzere Wege zurück und wirken sich somit weniger stark auf die CO2-Bilanz aus. Hinzu kommt der soziale Aspekt: Löhne und Arbeitsbedingungen sind im Ausland anders geregelt und nicht immer transparent. Die Produktion im Ausland erfordert also ein genaues Hinsehen. Die Zusammenarbeit von Unternehmen mit regionalen Lieferanten und der Kauf von Endprodukten beim lokalen Händler stellen daher eine gute Alternative zu global gefertigten Produkten dar.

  3. Recycling und Upcycling – aus Alt mach Neu
    Die Wiederverwertung von Materialien schont Ressourcen und kann gleichzeitig besondere Unikate hervorbringen. Das Aufwerten alter Möbelstücke kann richtig Spaß machen und bietet eine tolle Herausforderung für kreative Köpfe. Eines der bekanntesten Beispiele im Bereich Einrichtung ist wohl das DIY-Bett aus Europaletten – ein echter Hingucker im Schlafzimmer und ein gutes Beispiel dafür, was man aus vermeintlichem Schrott zaubern kann.

    Liv Interior
    Den Recycling-Ansatz nutzt auch die Einrichtungsmarke Liv Interior für sich: Das Unternehmen produziert Teppiche im skandinavischen Stil aus PET-Flaschen und wirkt somit den hohen Massen an bestehendem Plastik entgegen. Dank des wasser- und schmutzabweisenden Materials eignen sich die Teppiche perfekt für den Einsatz im Outdoor-Bereich und im Badezimmer. Zudem werden alle Liv Interior Teppiche fair produziert und tragen das GoodWeave-Gütesiegel gegen ausbeuterische Kinderarbeit und zur Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards.

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    Handgewebter Teppich SAMI in klassisch-skandinavischem Design. Größe 70x140 cm, waschbar in der Maschine bei 30 °C.

  4. Second Hand kaufen – gebrauchte Sachen zu neuem Leben erwecken
    Noch nachhaltiger als die Anschaffung von Möbeln aus umweltfreundlicher Produktion ist der Kauf von Second-Hand-Teilen. Wer statt im Möbelhaus auf dem lokalen Flohmarkt stöbert, findet oft stilvolle Einzelstücke zu fairen Preisen und schenkt gebrauchten Dingen ein zweites Leben. Weitere Anlaufstellen für gebrauchte Möbel sind beispielsweise Vinted oder eBay Kleinanzeigen. Wer Spaß an Veränderung in den eigenen vier Wänden hat, kann auch einfach ab und zu Möbelstücke mit Freunden tauschen. Woran sich der eine schon abgesehen hat, ist für den anderen ein echter Schatz.

  5. Natürliche Materialien – auf nachwachsende Ressourcen setzen
    Um die Ressourcen unseres Planeten zu schützen, ist die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen für die Produktion von Einrichtungsgegenständen ein wichtiger Schritt. Zu den nachwachsenden Rohstoffen zählen natürliche Materialien wie Holz oder Baumwolle. Natürliche Rohstoffe enthalten außerdem oft weniger Schadstoffe als andere Materialien und sind leichter recycelbar.

    Kerbholz
    Aus der Liebe zum Naturmaterial Holz entstand das Kölner Unternehmen Kerbholz. Sowohl die Optik als auch die nachhaltigen Eigenschaften des Rohstoffes faszinierten die Gründer so sehr, dass sie anfingen, Designprodukte aus Holz zu produzieren und zu verkaufen. Das Konzept kommt gut an: Mittlerweile ist Kerbholz ein international erfolgreiches Unternehmen, das neben Armbanduhren, Schmuck und Sonnenbrillen auch stylishe Accessoires für die eigenen vier Wände anbietet. Kerbholz unterstützt zudem nachhaltige und wohltätige Organisationen bei jedem Kauf über 100 €.

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    Wall Clock Alp Edition aus Holz der Tiroler Alpen gewonnen aus nachhaltiger Forstwirtschaft.


    Kipli
    Auch die grüne Marke Kipli arbeitet mit natürlichen Materialien und bietet Bettwaren und Möbel für ein gesundes Zuhause. Als erstes Produkt brachten die Gründer die 100 % natürliche Kipli Matratze auf den Markt und bieten damit eine nachhaltige Alternative zu 90 % Erdöl basierten, synthetischen Matratzen. Mittlerweile umfasst das Sortiment von Kipli auch nachhaltige Bettwaren und eine Massivholzmöbel-Serie. Die Marke kollaboriert zudem mit anderen Unternehmen und Organisationen, die sich für Nachhaltigkeit und einen Wandel des Konsumverhaltens einsetzen, wie z. B. WWF France und Sea Shepherd.

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    Bettdecke aus zertifizierter Bio-Baumwolle und Lyocell TENCEL mit Temperatur regulierenden Eigenschaften. Besonders weich, kuschelig und atmungsaktiv.

  6. Geprüft und ausgezeichnet – zertifiziertes Material
    Wer Wert auf nachhaltige Produkte legt, hat es nicht immer einfach, die richtige Kaufentscheidung zu treffen. Um diese zu erleichtern, gibt es verschiedene Siegel zur Kennzeichnung von nachhaltig produzierten Produkten. Ein Beispiel ist der Global Organic Textile Standard (GOTS), der bei der Zertifizierung strenge Umwelt- und Sozialkriterien anlegt. Auch bekannt ist das FSC-Siegel: Die Zertifizierung garantiert die Verwendung von Holz aus ökologisch und sozial verantwortlich bewirtschafteten Wäldern.

    Auch unsere LA SIESTA Produkte, wie z. B. der Hängesessel Habana, sind mit verschiedenen Siegeln ausgezeichnet. Bei der Produktion unserer Hängematten ist uns unter anderem der Einsatz von Bio-Baumwolle besonders wichtig. Auf die Verwendung von Holz aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft legen wir ebenso besonderen Wert. Die Spreizstäbe unserer Hängesessel bestehen aus hochwertigem Bambus-Holz – einem nachwachsenden Rohstoff, der eine gute Alternative zu Tropenholz bietet.

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    Hängesessel Habana aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle und Spreizstab aus FCS-zertifiziertem Bambus.

  7. Klimaneutrale Produkte – dem Planeten etwas zurückgeben
    An verschiedenen Punkten der Herstellungskette können CO2-Emissionen anfallen. Dies lässt sich nicht immer vermeiden – jedoch können Unternehmen ihre Emissionen berechnen und entsprechende Kompensationen leisten, indem sie in anerkannte Klimaschutzprojekte investieren. Mit diesen Projekten werden beispielsweise erneuerbare Energien, gesunde Wälder, plastikfreie Ozeane und sauberes Trinkwasser gefördert.

    Kushel
    Das Unternehmen Kushel produziert nicht nur klimaneutral, sondern als erste Textilmarke der Welt sogar klima- und ressourcenpositiv. Kushel kompensiert also mehr Emissionen als in der Produktion anfallen. Die Handtücher, Bademäntel und Decken werden aus einem umweltschonenden Material-Mix gefertigt, wobei der Energie- und Wasserverbrauch berechnet und ausgeglichen wird. Zusätzlich werden für jedes Produkt zwei Bäume gepflanzt.

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    Klima- und ressourcenpositives Cosy-Set mit insgesamt sechs weichen Handtüchern, die schnell abtrocknen.

Wir hoffen, unsere Tipps helfen euch beim Einrichten eures nachhaltigen Zuhauses und ihr habt viel Spaß beim Entdecken der verschiedenen Online-Shops.

Die im Beitrag erwähnten Marken verlosen bis zum 05. Juli gemeinsam ein Paket für ein nachhaltiges Zuhause auf Instagram, das alle im Artikel gezeigten Produkte enthält. Schaut vorbei und lasst in den Kommentaren euren persönlichen Tipp für Nachhaltigkeit im Alltag da – mit etwas Glück kommt das Paket bald zu euch nach Hause!

Ein Beitrag von: Elena Gaber