Stabhängematten

Die Stabhängematte ist eine Weiterentwicklung der klassischen Hängematte. Sie entstand zu Kolonialzeiten bei den Seefahrern und hat bis heute viele Anhänger. Für die Aufhängung und Benutzung einer Stabhängematte gelten grundsätzlich andere Kriterien als bei der klassischen Hängematte ohne Stab.

Ursprung der Stabhängematte

Mit der Entdeckung Amerikas und der Entdeckung der Hängematte, mussten Seeleute nicht mehr auf dem Boden schlafen, sondern konnten sich mit der Hängematte in den Schlaf schaukeln. Durch den Platzmangel an Bord war es jedoch unmöglich sich in diagonaler Liegeposition in die Hängematte zu legen, da dies zu viel Platz einnahm. Die Seeleute legten sich aufgrund des Platzmangels längs, statt diagonal in die Hängematte. Bei dieser Liegeposition wurde der Körper von dem Tuch umgeben und man konnte nicht mehr aus der Hängematte hinausschauen.

 

Ein Ausweg aus diesem Dilemma war der Einbau des Spreizstabes, dieser öffnet die Tuchfläche und man kann hinausschauen. Unter Seeleuten sprach sich der eingebaute Spreizstab schnell herum, die Stabhängematte war geboren!

Verwendung heute

Für Sonnenanbeter ist die Stabhängematte die ideale Lösung, da es durch den eingebauten Spreizstab keinen Schattenwurf gibt. Die Stabhängematte ist daher besonders beliebt für die Verwendung im Freien und bei all jenen die uneingeschränkte Sonneneinstrahlung wünschen.

 

Wer schon einmal in einer Stabhängematte gelegen hat, weiß dass sie stärker schwankt als eine herkömmliche Hängematte. Der Kippel-Effekt entsteht durch die Spreizstäbe die das Körpergewicht anders verteilen.

 

Die offene Tuchfläche macht die Stabhängematte, auch in unbenutztem Zustand, unvergleichbar attraktiv. Sie wird besonders gerne in der Werbung eingesetzt und gilt als ein Symbol für Entspannung und Wohlbefinden im Freien. Die Idee der Stabhängematte findet insbesondere in Nordamerika großen Anklang, dort gehört sie zur Standardausrüstung jedes Gartens.

Die Besonderheiten der Stabhängematte

Bei der Stabhängematte gelten grundsätzlich andere Kriterien als bei der klassischen Hängematte ohne Stab. Um die Stabhängematte optimal genießen zu können, ist Folgendes zu beachten:

Straff hängen

Bei der Aufhängung einer Stabhängematte sollte man unbedingt daran denken, sie straff zu hängen. Je straffer die Stabhängematte hängt, desto höher ist der Liegekomfort.

 

Für eine Stabhängematte braucht man etwas mehr Abstand als für eine stablose Hängematte. Die Aufhängehöhe (y) sollte in etwa 25 Prozent des Aufhängeabstandes (x) betragen. Für eine Stabhängematte von vier Metern Länge benötigt man also eine Aufhängehöhe von etwa einem Meter. Ist die Hängematte kleiner, sind weniger Abstand und weniger Höhe nötig.

Liegeposition

Während man sich in eine stablose Hängematte am besten diagonal legt, liegt man in einer Stabhängematte am bequemsten in Längsrichtung der Hängematte.

 

Wie auch bei allen anderen Hängematten sollte man auch bei Stabhängematten darauf achten, sie vor Nässe zu schützen, und sie den Winter über in einem geschützten Raum zu verstauen.